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Thursday, 20 March 2008 |
Über 30 Schüler in Marthang in Osttibet verhaftet
Tibetan Centre for Human Rights and Democracy, 17. März 2008
Wie verschiedene Quellen in Tibet dem TCHRD mitteilten, wurden heute morgen gegen 8.30h (Pekinger Zeit) über 30 Mittelschüler verhaftet, weil sie die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet gefordert hatten. Vor ihrer Verhaftung wurden sie schwer verprügelt.
Ca. 100 tibetische Schüler der Marthang Nationalitätenmittelschule im Bezirk Marthang (chin. Hongyuan xian), TAP Nagba (chin. Aba), Provinz Sichuan, brachen fingen der morgendlichen Unterrichtszeit spontan auf dem Schulgelände zu demonstrieren an und forderten die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet. Zeugen zufolge verstellten ihnen Sicherheitskräfte der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) und des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) von Marthang den Weg, als sie laut die Rückkehr des Dalai Lama rufend das Schulgelände verlassen wollten, und droschen auf sie ein. Zahlreiche Schüler wurden schwer mißhandelt, bevor man sie in die wartenden Polizeiautos stieß.
Nach aktuellen Informationen aus Tibet haben sich ca. 700 ihrer Mitschüler mutig mit ihnen solidarisiert und protestieren vor dem PSB-Büro von Marthang. Derzeit liegen keine Informationen über die Identität und das Befinden der Verhafteten vor, aber das Zentrum wird die Lage weiter verfolgen und Informationen veröffentlichen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Das TCHRD verurteilt die Brutalität der chinesischen Sicherheitskräfte gegenüber diesen friedlichen tibetischen Schülern auf das Schärfste und ist tief besorgt über deren Sicherheit. Das TCHRD verlangt die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der Schüler, die heute morgen verhaftet wurden, nur weil sie gewaltfrei ihr Recht auf Rede- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen haben.
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