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Saturday, 16 August 2008 |
„Ein Zeichen für Tibet auf den Pollerwiesen“
Puntsok Tsering 15 August 2008
Tibet ist besetzt von China. Seit mehr als 50 Jahren können die Tibeter nicht mehr selber über sich und ihr Land bestimmen. Die chinesische Regierung fördert den Zuzug von Millionen chinesischen Menschen, die in jeder Beziehung unterstützt werden. Die Tibeter gehen leer aus. Ihnen werden Bildung und Arbeitsplätze vorenthalten, sie dürfen ihre buddhistische Religion, die von Spiritualität und Sanftheit geprägt ist, nicht leben wie sie wollen, sie dürfen ihre Meinung nicht äußern. Die freien tibetischen Nomaden dürfen keine Tiere mehr halten und sind gezwungen, unter erbärmlichsten Bedingungen sesshaft zu werden.
Schon oft haben sich die Tibeter in mutigen Demonstrationen geben diese Fremdherrschaft aufgelehnt. Im März dieses Jahres kam es zu den größten und dramatischsten Protesten seit Jahrzehnten, weil die Tibeter wussten, dass die freie Welt wegen der bevorstehenden Olympiade in Peking, nach China schaut. Sie hofften auf Hilfe. Peking schlug mit harter Hand zu. Tibet ist zu einem einzigen großen Gefängnis geworden.
Während zur Olympiade die Welt auf China schaut, wollen wir ein Zeichen setzen und den Tibetern zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Auf der PollerWiesen am 17.8. wird es daher im Liegewiesebereich einen Tibet Stand geben, der 3 Aktionen durchführt, an denen Ihr Euch beteiligen könnt:
Auf Hunderte Gebetsfahnen könnt ihr Eure guten Wünschen schreiben, die, nachdem sie an Schnüren aufgehängt wurden, nach tibetischer Vorstellung vom Wind um die Welt getragen werden. Es werden kleine tibetischen Flaggen verteilt, die ihr erst wehen lassen und später mit nach Hause nehmen könnt. Wer konkreter werden möchte, kann einen Brief an Bundeskanzlerin Merkel unterschreiben, in dem sie gebeten wird, den Dalai Lama nochmals zu treffen und von der chinesischen Regierung Verhandlungen über eine Lösung der Tibet-Frage zu verlangen.
Macht mit. Gebt Eure gute Stimmung und Energie weiter in Form eines Signals der Freundschaft und des Mitgefühls. Die Menschen in Tibet erfahren letztendlich, auf verschlungenen Wegen, von der Solidarität, die ihnen entgegengebracht wird; das tröstet sie und lässt sie durchhalten.
Wenn ihr mehr über Tibet und seine Lage erfahren möchtet, schaut nach bei:
www.tibet-forum.com oder www.tibet-initiative.de
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