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Monday, 25 August 2008
Inszenierung von Protesten zu Übungszwecken demonstriert die Militärmacht

savetibet.org, 23, August 2008
Während der Zeit der Olympischen Spiele wurden die Truppen in der Region Ngaba extrem verstärkt. Ende Juli/Anfang August wurde sogar eine angebliche Protestkundgebung zu Übungszwecken inszeniert. Die genannten Bilder zeigen Militär in der Nähe des Klosters Tro-Tsuk im Bezirk Ngaba, das eine Protestkundgebung und deren Niederschlagung nachstellt. Die Soldaten trugen dabei in Anlehnung an die Flaggen, die die tibetischen Demonstranten im März vor sich her trugen, solche, die den tibetischen Nationalflaggen sehr ähnlich sehen. Bei diesen Protesten im März schoß das Militär auf unbewaffnete Demonstranten, wobei viele ums Leben kamen (siehe auch: „Tibet at a Turning Point: The Spring Uprising and China's New Crackdown“ unter http://www.savetibet.org/documents/document.php?id=258)

Bei dieser Militärübung seien laut tibetischen Quellen die Soldaten sowohl als Mönche als auch als Laien verkleidet gewesen. Die Aktion wurde gefilmt, was sowohl Propagandazwecken als auch zur Übung der Niederschlagung von Protesten dienen könnte. Bereits am 4. August führten militärische Truppen, die das Weideland der Nomaden einige Kilometer außerhalb der Stadt Ngaba besetzt hatten, ein ähnliches Szenario durch, dem sogar Beamte der Präfektur beiwohnten.

Das Sicherheitspersonal im Kloster Kirti wurde weiter verstärkt, nachdem dort Mönche im März massiv protestiert hatten. Neue Überwachungskameras wurden in dem Kloster, das immer noch von chinesischem Sicherheitspersonal umstellt ist, angebracht. Den Mönchen ist es nicht erlaubt, das Kloster ohne die Erlaubnis der ranghöheren Mönche, die dem „demokratischen Verwaltungsrat“ angehören, zu verlassen.

Adaptierte Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München



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