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Monday, 25 August 2008
Kham gleicht einer Kriegszone

savetibet.org, 23, August 2008
Aus einigen der Berichte geht hervor, daß Beijing das Sicherheitspersonal in Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan (ehemalige tibetische Provinz Kham) beträchtlich aufgestockt hat, um jegliches Aufbegehren während der Olympischen Spiele im Kein zu ersticken. Viele Klöster in der Gegend sind nach wie vor abgeriegelt und den Tibetern wurden starke Einschränkungen auferlegt.

Die Taiwanesisch-Amerikanische Touristin Wen Yan-King, die in der Region Kardze festgenommen und dann auswiesen wurde, nachdem sie die Gegend im Juli unautorisiert besucht hatte, berichtete: „Es gibt einen guten Grund dafür, daß Touristen der Zutritt zu diesen Gegenden verwehrt bleibt. Sie gleicht nämlich einem Kriegsschauplatz. Die Polizei ist überall in den Straßen. Die Polizisten sitzen mit ihren Helmen, ihren Waffen und Schilden zu zehnt in einer Reihe. Sie sitzen vor den Supermärkten unter blauen Planen zu beiden Seiten der Straße. Sie befinden sich auf erhobenen Metallplattformen, von denen aus sie die Straßen überblicken. Ich konnte nirgends hingehen, ohne daß ein Dutzend Polizisten mich anstarrte. Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben so viel Polizei und Militär in einer Stadt gesehen. Auch habe ich noch niemals eine Atmosphäre so tiefer Furcht erlebt“ (Huffington Post blog by Rebecca Novick, August 12, http://www.huffingtonpost.com/rebecca-novick/arrested-in-tibet-a-young_b_11 8342.html).

Die Niederschlagung der Proteste, zu denen es im März kam, war in der Gegend Kham besonders heftig. Die Tibeter dieser Gegend sind bekannt für ihren ausgeprägten Sinn für die tibetische Identität und ihr starkes Nationalgefühl; viele Khampas waren in den Aufstand gegen die chinesische Invasion in den Jahren 1949-1950 und 1956-1959 involviert.

Wen Yan-King berichtete von ähnlichen Restriktionen in der Gegend Lithang (chin. Litang). „Die ortsansässigen Tibeter erzählten mir, daß die Polizeistationen nach dem Ausbruch der Proteste regelrecht aus dem Boden geschossen seien. Wenn es eine Möglichkeit gibt, Menschen Furcht einzuflößen, so ist dies der Weg. Niemand wird auf die Straße gehen und protestieren, wenn sich 50 bewaffnete Polizisten zur Rechten und zur Linken befinden“ (Huffington Post, August,12).

Die jüngste Intensivierung der Einschränkungen der Religionsfreiheit sowie die Forderung, Seine Heiligkeit den Dalai Lama zu diffamieren, hat zu dieser Welle von Protesten gefolgt von der Verhaftung von Mönchen, Nonnen und Laien geführt; bei den Protesten wurden viele unschuldige Menschen erschossen. In Kham sind viele Mönche, Nonnen, Laien und sogar Schulkinder verhaftet und mit extremer Brutalität behandelt worden. In den Monaten März und April wurden die unbewaffneten unschuldigen Demonstranten einfach erschossen (Siehe den Bericht „Tibet at a Turning Point: the Spring Uprising and China's New Crackdown“ http://www.savetibet.org/documents/document.php?id=258).

Adaptierte Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München



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